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Das chinesische Horoskop

Das Horoskop aus dem Reich der Mitte bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, mehr über sich selbst, über andere und über das Schicksal in Erfahrung zu bringen.

Neben dem abendländischen Horoskop ist das chinesische Horoskop die weltweit bekannteste und am weitesten verbreitete Form der Astrologie. Das seit über 2000 Jahren in ganz Ost- und Südostasien populäre Horoskop erfreut sich in den letzten Jahrzehnten auch in der westlichen Welt steigender Beliebtheit. Wörtlich übersetzt heißt es bei den Chinesen eigentlich „die Kunst des Sternenwahrsagens“.

Mit unserer westlichen Astrologie hat es zwar einige Gemeinsamkeiten, aber es gibt auch zahlreiche Unterschiede. Das liegt vor allem daran, dass es ganz auf der chinesischen Philosophie und dem ostasiatischen Denken basiert. Einer der Grundgedanken darin ist die Vereinigung des Himmels und der Menschen.

Doch nicht nur der kulturelle Unterbau weicht vom abendländischen Horoskop stark ab. Es interpretiert auch die Position von Sonne, Mond und Planeten anders. Obwohl es auch im chinesischen Horoskop zwölf Tierkreiszeichen gibt, entsprechen diese keineswegs den westlichen Sternzeichen.

Was die beiden Horoskope auf jeden Fall verbindet, ist die Tatsache, dass jedes auf seine Weise seinen Namen verdient. „Horoskop“ bedeutet schließlich übersetzt „Stundenschau“ und beschreibt die Bedeutung der Geburtszeit für die Persönlichkeit und das Schicksal eines Menschen. Dabei ist das chinesische Horoskop auch eng mit dem traditionellen chinesischen Kalender verbunden.

Astrologie oder nicht?

Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen dem westlichen und dem chinesischen Horoskop liegt wohl darin, dass Letzteres keine Astrologie im engeren Sinn ist. Unsere Astrologie fußt auf der Beobachtung des Himmels und auf der Interpretation der Konstellation gewisser Himmelskörper zum Zeitpunkt der Geburt.

Das ist beim chinesischen Horoskop nicht der Fall. Natürlich beobachteten auch die Chinesen den Himmel – und ihre Astronomie war ihrer Zeit oft weit voraus. Für das Horoskop spielten die Himmelskörper jedoch eine untergeordnete Rolle. Da dem Kaiser eine göttliche Stellung zukam, ging man davon aus, dass er auch Einfluss auf Sonne, Mond und Sterne hatte. Damit konnte deren Position nicht dieselbe Bedeutung zukommen wie in der abendländischen Astrologie.

Der chinesische Kalender geht auf eine alte Legende zurück, nach der Buddha alle Tiere zu einem Festmahl geladen haben soll. Leider sollen nur zwölf erschienen sein. Sie belohnte er aber mit der Patronanz über jeweils ein Jahr. Wahrscheinlicher ist die Geschichte, dass der legendäre „gelbe Kaiser“ Huangdi seine Gelehrten einen Mondkalender entwickeln ließ. Dieser sollte fortan als Grundlage für alle politischen Entscheidungen dienen. Tatsächlich war dieser Kalender bis zum Untergang des Kaiserreichs im Jahre 1912 in Gebrauch.

Warum der Ausdruck „Astrologie“ für das chinesische Horoskop dennoch nicht ganz falsch ist, ist einfach zu erklären. Letztendlich basiert ja auch der traditionelle chinesische Kalender auf der Beobachtung von Himmelskörpern. Dabei spielt jedoch nicht wie bei uns die Sonne eine zentrale Rolle, sondern in erster Linie der Mond …

Die zwölf Tierkreiszeichen

Die abendländischen Sternzeichen leiten sich bekanntlich von zwölf astronomischen Sternbildern ab. Das ist im chinesischen Horoskop völlig anders. Hier spielt die Umlaufbahn des Planeten Jupiter eine zentrale Rolle. Sein Orbit wird in zwölf Abschnitte gegliedert, von denen jeder einem Tierkreiszeichen entspricht. Ratte, Büffel, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Ziege, Affe, Hahn, Hund und Schwein.

Das ist der Grund dafür, dass ein chinesisches Tierkreiszeichen keinen Zeitraum von einem Monat umfasst, sondern von einem ganzen Jahr. Die zwölf Tierkreiszeichen werden jeweils einem Jahr zugeordnet und wechseln sich somit ihm Jahresrhythmus in der ständig gleichen Reihenfolge ab. Beide Lehren gehen davon aus, dass das Tierkreiszeichen einen wesentlichen Einfluss auf die Charaktereigenschaften und den gesamten Lebenslauf eines Menschen hat.

Ebenfalls bei beiden Lehren spielt die exakte Geburtszeit eine erhebliche Rolle. Im chinesischen Horoskop werden auch jedem Monat, jedem Tag und jeder Stunde konkrete Tierkreiszeichen zugeordnet. Hinzu kommt noch die Bedeutung der Elemente. Derer gibt es im chinesischen Horoskop nicht vier, sondern gleich fünf: Wasser, Erde, Feuer, Metall und Holz.

Nicht minder von Bedeutung ist das Konzept von Yin und Yang. Dieses dualistische Prinzip geht davon aus, dass es zu allem auch ein Gegenstück gibt. Yin und Yang sind nicht nur im chinesischen Horoskop vertreten. Sie sind auch in der Philosophie, der Medizin, der Kampfkunst und sogar der Küche Chinas allgegenwärtig.

Die vier Säulen

Somit basiert ein chinesisches Horoskop auf vier Säulen: Tierkreiszeichen und Element des Jahres, Tierkreiszeichen und Element des Monats, Tierkreiszeichen und Element des Tages sowie Tierkreiszeichen und Element der Stunde.

Anhand all dieser Kriterien lassen sich sehr genaue Individualhoroskope erstellen. Dazu gehören nicht nur exakte Jahres-, Monats-, Wochen und Tageshoroskope, sondern auch spezielle Formen wie etwa Partner- oder Karrierehoroskope.